/ Überall? Ach... dthamm / So? veicolare / Die Arche der Uneinigen? oder Eine... dthamm / Fantasmargastisch veicolare
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< Y > | < X >


Eine Portraitzeichnung im Besitz Sammlung Albertina in Wien.
Künstler: unbekannt! Dargestellte Person: unbekannt!

Tja, sowas gibt's in der Kunstwissenschaft öfter mal.

In seinem Buch "Porträts der Renaissance - Hintergründe und Schicksale" aus dem Jahre 2011 "enträtselt" der Kunsthistoriker Christoph Wilhelmi dieses und viele andere "unbekannte" Portraits, und zwar mit oft detektivischer Hineinarbeitung in kleinste Details, gestützt von einem für den Laien erstaunlichen Expertenwissen um Symbolik, Gepflogenheiten, Familienlinien und Personagen der Adelsleut im Italien des 15. Jahrhunderts.

Den oben abgebildeten Jüngling identifiziert Wilhelmi durch Vergleich mit anderen Portraits als Francesco II. Gonzaga, einen Spross der italienischen Fürstenfamilie Gonzaga.

Und als ausführenden Künstler benennt er Bartolomeo Veneto, einen damals in der Oberschicht sehr gefragten Portraitisten, der es verstand in seinen oft exquisiten Malereien die Persönlichkeit des Dargestellten durch eine auf den heutigen Betrachter geheimnisvoll wirkende Symbolik einzubringen und zu "verschlüsseln". Nichts scheint da dem Zufall überlassen, Kleidung, Haltung, Accessoires, gestalterische Beigaben und besonders oft sogenannte Impresen, kleine Medaillons mit einem Sinnbild, erzählen von Status, Lebensweg, Ausbildung, religiöser Prägung oder sogar persönlichen Interessen der abgebildeten Person.

Bei diesem Beispiel fallen natürlich sofort die großen schwarzen Zeichen am Barett des Jünglings auf, die ihm einen, wie ich finde, sehr geheimnisvollen Nimbus verleihen. Hierzu weiß Wilhelmi, dass die italienische Oberschicht der damaligen Zeit gerade den antiken Philosophen Pythagoras wiederenteckte und dessen Schriften bei den Intelektuellen hoch im Kurs standen. Bisweilen jedoch auch das, was man dafür hielt, so z.B. die "Symbola Pythagorae", die heute als Pseudo-Pythagoras bezeichnet werden, da sie wohl zum größten Teil nicht authentisch sind.

In diesem Zusammenhang jedoch findet sich der Buchstabe Y als Symbol für eine "Weggabelung", einen "Scheideweg" im Leben des Menschen, einen Punkt also, an dem er sich für eine Richtung entscheiden muss. Das X steht dagegen für ein noch nicht identifiziertes Ideal, das der Symbolträger noch nicht preisgeben will. Die Schlange ist vielleicht die des Äskulap und stünde dann für ein medizinisches Interesse, oder es handelt sich um ein Symbol für Klugheit.

Der Abgebildete fühlte sich wohl der Denkschule des Pythagoras nahe und wollte mit diesem Zeichen-Rätsel an seinem Hut eine persönliche Botschaft von sich und seiner Gedankenwelt geben. Dies funktioniert über die Jahrhunderte hinweg.


 
 
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Glücklichen Geburtstag Herr Beuys!


Eine Hommage zu Joseph Beuys' 91. Geburtstag von Gregor Schwellenbach.
"In einem Stapel aus 20 Filzplatten liegt eine Tonbandspule, auf welcher Amy Winehouse zusammen mit Duffy einen endlosen Monolog spricht: "Yeah Yeah Yeah, No No No". Diese in englischer Sprache vertraute Äußerung für alles und nichts wird hier in ihrer Reinform zum ironischen Sinnbild der unaufhebbaren Dialektik des alltäglichen Lebens. Die – streng logisch gesehen – sinnentleerte Ambivalenz von Yeah/No ist als menschliche Äußerung dennoch die genaue Beschreibung einer Gemütslage."... http://vimeo.com/41654078

Zitiert wird hier Beuys' klassische Performance "JA JA JA JA JA, NEE NEE NEE NEE NEE" aus dem Jahre 1968. Im UbuWeb kann man mehr dazu lesen und das Original frei herunterladen:

http://www.ubu.com/sound/beuys.html




 
 
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