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Deutschland, quo vadis?
Die WAZ berichtet heute im Zusammenhang mit der Arcandor-Insolvenz und den dadurch bedrohten Arbeitsplätzen, dass allein bei Karstadt 32 000 Menschen beschäftigt seien. Gut drei Viertel davon seien Frauen und von denen wiederrum sei ein Großteil alleinerziehend.

Diese Gesellschaft ist bizarr.







 
 
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Satz des Tages
"Der 'Tod des Tyrannen' ist in letzter Konsequenz nur noch das Abschütteln einer reifen Frucht vom Baum des Bösen."

Barbara Rojahn-Deyk im Nachwort einer Reclam-Ausgabe von Shakespeares Macbeth.







 
 
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Vivaldis 600
Eine Radiomoderatorin erzählte kürzlich folgendes:
Hätte Antonio Vivaldi nur eine handvoll Werke geschaffen, dann würden diese von der Musikwelt heute wohl gehütet wie ein Schatz. Er war jedoch im Gegenteil äußerst produktiv und so verstieg sich mal irgendjemand zu dem Satz, Vivaldi habe nicht 600 Concertos komponiert, sondern ein und dasselbe Concerto 600 mal.

Ich kann nicht beurteilen, inwieweit das der Wahrheit entspricht, da ich ehrlich gesagt nur bis Concerto Nr. 278 gekommen bin, aber es wirft wieder einmal ein Licht auf eine Tatsache, die uns heute meist nicht bewußt ist, dass nämlich die großen Klassiker der abendländischen Kultur auch Menschen waren. Dass sie Alltag hatten. ... Und irgendwie Geld verdienen mussten. Miete. Essen.

Unsere Gesellschaft (und vielleicht besonders die deutsche ?), neigt dazu, großen Namen mit Ehrfurcht entgegenzutreten und sie in quasi göttliche Sphären zu erheben. Das hat schon Tradition seit Kaisers Zeiten und läßt tiefe Schlüsse über die Funktionsweisen der modernen Gesellschaft zu. Kulturelle Klassen, musischer Opportunismus, Macht durch Bildung. Wer seine Klassiker nicht kennt und ehrt, der wird sich im Theaterfoyer schnell blamieren, der kann auch gleich wieder auf die Bäume steigen.

Die göttlichen Künstler gibt es nicht, wie sich leicht nachweisen läßt. Und braucht Kunst nicht Makel, um Menschen überhaupt etwas erzählen zu können? Entwertet etwa der Alltag die Kunst? Oder tut das nicht vielmehr der Museumssockel?

Beethoven konnte gegen Ende seines Lebens kaum noch hören, nicht nur, weil sein Gehör sich rapide verschlechterte, sondern auch weil seine Frau immer gerade während seiner Kompositionszeiten staubsaugen musste.







 
 
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Last update: 2018.11.20, 18:44
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