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Willkommen in der Gegenwart
Google gibt Einblicke in seine Rechenzentren an verschiedenen Punkten des Planeten:

http://www.google.com/intl/de/about/datacenters/gallery/#/

Auch wenn hier recht platt versucht wird, die teils "atemberaubenden" Bilder mit kindgerechten Kommentaren und Hinweisen auf die Hobbys der Mitarbeiter auf ein menschliches Maß zurückzurelativieren, so prägen doch die schiere Masse an Material, die Größe der Anlagen, die mathematische Sauberkeit und die enorme Effizienz und Leistungsfähigkeit den Eindruck. Mächtig. Mit bunten Rohren.

Und dabei kann der Betrachter noch nicht einmal sicher sein, dass dies auch wirklich die "echten" Rechenzentren von Google sind. Der Welt seine wahren Schaltstellen zu enthüllen, wird dem Konzern ja wohl nicht einfallen.

Jedoch lassen bereits diese Bilder keinen Zweifel daran, dass Google bei Bedarf in der Lage wäre, auch ganz andere Aufgaben zu übernehmen, als das momentan der Fall ist.

Unsere Gegenwart ist hyperencyclopädisch. Die technischen Fähigkeiten des Menschen haben dessen Vorstellungsvermögen längst weit überflügelt. Einige Spezialisten mögen in der Lage sein, Teile zu erfassen, das Ganze aber schon lange niemand mehr. Technik hebelt Schritt für Schritt das Wirklichkeitsempfinden der Menschen aus und ersetzt es durch etwas anderes, etwas gestaltetes.

Dabei sind mysteriöse Verschwörungstheorien um die Ziele geheimnisvoller Weltlenker nicht erst seit gestern ein beliebter Weg, sich irgendwie mit dieser Gegenwart auseinanderzusetzen. Doch die Wirklichkeit kommt bei Licht betrachtet auch ohne diese Phantasien aus. Tatsächlich ist sie wohl wesentlich nüchterner und letztlich ganz logisch in ihren Entwicklungsschritten. Jeder Schritt beinhaltet bereits die Möglicheit des nächsten. Und jeder einzelne wird gegangen.

Quo vadis Menschheit? Wir werden es erfahren. Oder es irgendwann später merken.







 
 
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Reverse Herbst
Lambchop - Is A Woman








 
 
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Heute kam ein Brief rein wie ein Schiff.

Ich hab diesen Brief von einem Fremden bekommen, der schreibt: Wie geht's altes Haus?

Ich kümm're mich darum, sag nur was du willst, ich besorg dir einen Mörder, wenn du ihn bestellst, und ich wüßte sogar einen, der dir im echten Leben hilft.

Im Dunkeln steht er auf einem Stuhl und überzeugt dich davon, dass er riesengroß wäre und du nur eine halbe Portion.

Der beste Platz ist für dich, du wirst das Hauptgericht sein.

Es gibt diesen Ort wo der Regen abfließt und in riesigen Wannen verschwindet, und ein zynischer Kerl deine Träume vorliest und dann deine Tage bindet.

Ich glaube dort ist alles versilbert, und gebadet wird jeden Tag. Ich frag mich, ob es wirklich so ist. Aber sonst war ich immerhin da.

Werft mich in einen Fluß, und wenn ihr Pech habt, hab ich Glück, und komm mit einem Fisch im Maul zurück.

Es gibt Orte, die heißen Almosen, und ich frag mich wie's sich dort lebt. Wie kalt ist es dort im Oktober? Und wie kommt man da wieder weg? Oder bleibt man, bis zum nächsten Frühjahr?

Hier kannst du mich finden, wenn du mich suchst, wenn du nicht siehst, dass ich längst neben dir sitz.

Frank die Spinne und Willi die Maus zerreißen die Liste und küssen die Braut.

Seht ihr dieses Loch da in der Luft? Sie hat's gemacht mit einem einzigen Schuss. Und sie sagt sie hat es extra so gemacht, dass man es nicht sieht, so exakt.

Nirgendwo ein kluges Pferd, das sprechen kann.

Und lebend gehen wir nicht mehr aus der Welt.




Tschüss, Nils Koppruch.










 
 
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Last update: 2018.11.20, 18:44
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