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01 13 Die Heiterkeit
Ein Radiokommentator - er sprach, meine ich, für Deutschlandradio Kultur - lüpfte mich gestern morgen mit lockeren, aber schonungslos ehrlichen Worten aus dem Trott. Er wies auf ein Konzert einer jungen Hamburger Band hin, die sich "Die Heiterkeit" nennt und aktuell wohl im Aufsteigen begriffen ist. Hier eine mehr oder weniger wortgetreue Gedächtniswiedergabe dieses Beitrages:
"Sie klingen wie die kleinen Schwestern von Wir sind Helden oder die Nichten von Christiane Rösinger, und bis das Interesse der Popmusik-Hörer auf die nächste Newcomerband weitergeschwenkt ist, werden sie sicher noch ein paar CDs herausbringen und auch noch ein paar Mal auftreten, wie zum Beispiel heute abend da und dort ... "Ja. So kann man es wohl ausdrücken. Ein Kommen und Gehen, das erleben ungezählte Bands - wenn sie nicht gerade die Beatles sind ... Da dachte ich mir, na komm, wo sie jetzt gerade mal da sind, höre ich sie mir mal an. Und - ja. Schön. Angenehm unübertrieben. Mellow. Leicht trübselig. Kühl. Müde-genüsslicher Kontrapunkt. Mir gefällt auch das Video, so einfach gemacht, eine fragile Zwischenstimmung. Also bitte: Die Heiterkeit.
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01 13 Joseph Beuys und seine Klasse
"Es wäre mir am liebsten einen Zustand zu erzeugen, wo die Studenten sich selbst lehren und lernen. Ich leite dass vielleicht ein bißchen ein. Ich versuche, diesen Zustand zu erreichen, dass also das Lehrer-Schüler-Verhältnis (...) einfach oszilliert. Dass derjenige, der hört, der Schüler ist, und derjenige, der spricht, der Lehrer ist. In dem Augenblick, wo es wechselt, wechselt auch das Lehrer-Schüler-Verhältnis."
So erläutert Joseph Beuys das Prinzip seiner Lehrtätigkeit. Vielleicht die Idealvorstellung eines Lernprozesses unter Menschen, aber auch sehr fordernd und höchst anspruchsvoll, sowohl für die Schüler, denen ein hohes Engagement, Mit- und Vorausdenken abverlangt wird, als auch für die Lehrer, die jederzeit dazu bereit sein müssen, im nächsten Moment schon wieder Schüler zu sein. Der 1971 im Auftrag des Saarländischen Rundfunks entstandene Film "Joseph Beuys und seine Klasse", erlaubt Einblicke in Beuys Lehrtätigkeit in der Kunstakademie Düsseldorf. Die Autoren des Films geben sich vordergründig objektiv, doch in manchem Off-Kommentar schwingen ihre Zweifel mit. Ist das vielleicht doch alles intelektueller Humbug? Nicht umsonst sagt Beuys, er versuche dieses besondere Lehrer-Schüler-Verhältnis zu erzeugen. Dauerhaft und in einer Reinform wird es dieses prozesshaft organische Fluidum wohl nie geben. Oder aber es erfüllt sich immer in genau denjenigen Momenten, in denen es äußerlich überhaupt nicht zu klappen scheint. Das Geheimnis besteht letztlich darin, nicht so genau danach zu fragen und sich selbst das ständige Bewerten zu untersagen. Beuys' Ziel ist, dass alle Beteiligten ihren ganz persönlichen Weg des künstlerischen Ausdrucks finden, und das bezieht er durchaus nicht nur auf den klassischen Bereich der Künste, sondern auf das ganze Leben. In Hinsicht auf die soziale Plastik sieht er seine Klasse als eine Schule, die auf jede Art von Beruf vorbereiten kann. Dementsprechend vielseitig sind die späteren Lebensläufe seiner vielen hundert Schüler, von denen bezeichnender Weise nur verhältnismäßig wenige als Künstler öffentliche Bekanntheit erreicht haben. Beuys' Ideen sind so in alle Bereiche der Gesellschaft eingegangen und wirken, oft unbemerkt, bis heute fort. Zum Schluss noch ein Hinweis: Unter den in diesem Film auftretenden Studenten, gibt es auch einen, so einen ernsten, ruhigen, in sich gekehrten jungen Mann mit markanten Gesichtszügen und einer dicken schwarzen Hornbrille, der Beuys die Sinnfrage stellt. Das ist Jürgen Kramer!
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01 13
Oh
ich fürchte ich bin kein Dichter geschweige denn Autor oder auch nur Verfasser doch bisweilen in der Interpunktion; Poet
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