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11 13 Steve Reich
Die Laudatio zu einem Preis, den Steve Reich, Komponist sogenannter Minimal Music, 2007 erhielt, würdigt:
" ... seine einzigartige Fähigkeit, mit Kanon-Techniken und minimalen Veränderungen von Klangmustern ein komplettes Universum von beschwörender Musik zu schaffen." Bisher kenne ich nur Teile dieses Universums, es gibt noch viel zu hören. Ein Stern nach dem anderen taucht da aus dem Dunkel auf. Es ist eine Musik, die man wie einen Klangteppich dahinrauschen lassen kann, die jedoch bei genauem Zuhören auch noch ganz andere Reize und Wirkungen entfaltet. Mathematiker könnten versucht sein, sie in Zahlenreihen aufzulösen, doch wichtiger scheint mir die direkte und entrückende Wirkung ihrer Rhythmen. Interessant ist dabei zu wissen, dass Steve Reich seine Karriere als Percussionist begann. Glücklicherweise sind die Kompositionen Reichs, übrigens ein Studienkollege von Phillip Glass, bei Musikstudenten recht beliebt, so dass es online einiges an Material gibt. Vielleicht locken die kniffeligen Arrangements mit ihren oberflächlich betrachtet repetitiven, in Wirklichkeit aber steter Wandlung unterworfenen Klanglinien gerade junge Instrumentalisten, ihre Konzentrationsfähigkeit und Spiel-Akkuratesse zu beweisen. Hier zum Beispiel Studenten der kanadischen McGill University mit dem Stück "Six Marimbas". Weniger "lieblich", jedoch umso beeindruckender, ist diese Aufführung des Stückes "Piano Phase" durch den damals 21-jährigen Rob Kovacs. Reich soll anwesend gewesen sein, und laut Videobeschreibung war dies die erste Solo-Aufführung des Stückes überhaupt. Man mag es glauben. Ganz erstaunlich, was er da leistet.
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10 13 Etwas neues, unbekanntes ...
In der Nacht vor Allerheiligen, dem "All Hallows' Eve" wird wieder allerortens erschreckt und gegruselt werden, auf Partys, an Haustüren, im Dunkeln...
Das ursprünglich vor allem in den USA praktizierte Halloween gehört dank der kulturellen Dorfgemeinschaft Welt ja schon lange auch hier bei uns fest zur Jahreszeit - und wird, genau wie in Übersee, kräftigst kommerzialisiert. Geister, Untote, blutige Fratzen, Äxte in Köpfen, quillende Gedärme - was einmal makaberer Kinderspaß war, wächst sich zu einer überdrehten und genau kalkulierten Horror-Achterbahn für die Größeren aus. Laut und plakativ muss das offenbar sein, und oberflächlich. Kräftigstes Werkzeug dabei stets: das Schockmoment. Und viel Blut! Doch wo, frage ich mich, bleibt da der echte Grusel, der feine, graue, zu Beginn unmerkliche, dann langsam manifeste? Ein Grusel, der sich anpirscht, der Urinstinkte weckt und sich, das vor allem, da entfaltet, wo er am wirkmächtigsten ist, in der Phantasie nämlich, im Kopf. Mit seiner Erzählung "Der Horla" hat Guy de Maupassant 1887 die Grundelemente klassischer Geistergeschichten und dergleichen auf eine neue Ebene gehoben. Ganz unspektakulär und hintergründig geschieht das in weiten Teilen und erfordert daher die Mitarbeit, also das intensive Hineindenken des Lesers oder Hörers. Dann aber ist "Der Horla" ganz schön unheimlich - und dabei sehr speziell. Gleichzeitig rührt er an universelle menschliche Fragestellungen und ist damit weit mehr als eine bloße Gruselstory, vielmehr gute, zeitlose Literatur. Ich wünsche einen angenehmen Abend.
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